Erziehungskonzept der Willi-Frohwein-Realschule Lengede
Gliederung:
-
Erlassvorgaben
-
Voraussetzungen und Ziele der Willi-Frohwein-Realschule Lengede
-
Schwerpunkte der Arbeit an der Willi-Frohwein-Realschule Lengede
1. Erlassvorgaben
Im Realschul-Erlass wird die große Bedeutung des Bereiches Bildung und Erziehung unterstrichen. Dort werden wesentliche Aufgaben und Ziele genannt, die über die Vermittlung einer allgemeinen Grundbildung hinausgehen:
-
Gesundheitsbewusstes Verhalten
-
Erhaltung der natürlichen Umwelt
-
Toleranz
-
Gute Beziehungen unter Menschen verschiedener Nationen und Kulturen
-
Partnerschaftliches Verhalten.
Dadurch soll den Schülerinnen und Schülern geholfen werden, Sozial- und Lebenskompetenz zu erlangen.
2. Voraussetzungen und Ziele der Willi-Frohwein-Realschule Lengede
Voraussetzungen
Seit dem Schuljahr 2005/ 2006 ist die Realschule Lengede Ganztagsschule.
Den Einzugsbereich der Schule bilden die Grundschulen der Einheitsgemeinde Lengede (am Hauptort Lengede, in Broistedt für Broistedter und Barbecker Schüler, in Woltwiesche für Woltwiescher und Klein Lafferder Schüler) sowie die Grundschule Groß Lafferde (zur Gemeinde Lahstedt gehörend). Somit muss zu Beginn der Realschulzeit auf Integration wert gelegt werden.
Der Ausländeranteil unter den Schülern liegt bei ... Prozent, als größere Gruppen sind Kinder türkischer und russischer Abstammung zu nennen.
Der Anteil der hauptschul-empfohlenen Kinder beträgt ca. ... Prozent.
Ziele
Oberstes Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern Lebenskompetenz zu vermitteln. Das Erziehungskonzept beinhaltet insbesondere die dazu nötige Sozialkompetenz sowie das notwendige Einhalten von Regeln. Eine konsequente Erziehung soll die jungen Menschen vorbereiten, einer Regel eines Tages aus Einsicht zu folgen. Denn Demokratie setzt ein hohes maß an Selbstdisziplin voraus, das Kinder und Jugendliche erst allmählich erwerben.
3. Schwerpunkte der Arbeit an der Willi-Frohwein-Realschule Lengede
Die Arbeit an der Willi-Frohwein-Realschule steht auf vier Säulen:
-
Unterricht
-
Berufsvorbereitung
-
Prävention (z.B. Gesundheit, Gewaltprävention)
-
Schullleben .
Dazu dienen folgende Schwerpunkte:
Schulname
Ausgehend von einem Geschichts-Projekt über das KZ DORA hat sich die Schule für den Namen Willi-Frohwein-Realschule entschieden, um ein deutliches Zeichen gegen Gewalt von rechts zu setzen.
Schulordnung
An der Realschule Lengede gibt es seit vielen Jahren eine Schulordnung „Allgemeine Regeln für das Verhalten in der Schule“, die interne Abläufe regelt. Diese Hausordnung wurde im Zusammenwirken von Eltern- und Schülervertretern sowie Lehrkräften der Schule entwickelt und in allen Gremien erörtert und beschlossen.
Schulvertrag
Im Schuljahr 2001/2002 wurde von Vertretern der gleichen Gruppen wie bei der Schulordnung ein Schulvertrag erarbeitet. Der Vertrag wurde ein Jahr lang erprobt, dann von der Gesamtkonferenz, dem Schulelternrat und dem Schülerrat dauerhaft beschlossen und aufsteigend eingeführt.
Inzwischen wurde dieser Schulvertrag mit allen Schülerinnen und Schülern, die neu in die Schule eintreten, im Klassenverband erörtert und unterzeichnet. Damit soll die Verbindlichkeit betont werden. Außerdem soll die Bereitschaft erhöht werden, die getroffenen Vereinbarungen als selbst eingegangene Verpflichtungen einzuhalten.
Der Schulvertrag soll dazu führen, dass sich alle an der Realschule Lengede wohlfühlen und Verantwortung für eine angst – und gewaltfreie sowie gute Schule übernehmen.
Kartensystem
Als ergänzende Maßnahme zum Schulvertrag wurde von Eltern-, Schüler- und Lehrergruppe. ein sog. rot-gelb-grünes Kartensystem erarbeitet, um eventuell auftretende Verstöße gegen den Schulvertrag angemessen sanktionieren zu können. Nach einjähriger Erprobungsphase wurde es ebenfalls von den zuständigen Gremien verabschiedet und gehört nun seit Schuljahr 2002/2003 zum Schulalltag. Es bietet die Möglichkeit, Störungen und Konflikte im Zusammenleben von Schülern und Lehrern bzw. Schülern untereinander zu verhindern oder zumindest zu verringern. Somit kann ein angemessenes soziales Klima erzeugt und Vertrauen aufgebaut werden. Die Vergabe von gelben, roten und grünen Karten wird bei der Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens berücksichtigt.
Bei Verstößen gegen die Regeln des Schulvertrages werden die gelben und roten Karten, bei besonders positivem Verhalten die grünen Karten eingesetzt.
Eine gelbe Karte wird vergeben, wenn ein Schüler bei alltäglichen Vorkommnissen wiederholt negativ auffällt. Bei gravierenden Vorfällen oder ab ca. der sechsten gelben Karte gibt es eine rote Karte. In beiden Fällen ergreift der Klassenlehrer entsprechende pädagogische Maßnahmen bzw. Ordnungs- und Erziehungsmaßnahmen.
Besonders herausragendes Arbeits- oder Sozialverhalten und Halten an Regeln wird in Form einer grünen Karte gewürdigt.
Konsequenz und Übereinstimmung
Für Schüler spielt es eine wichtige Rolle, welche Konsequenzen bei Regelübertretungen zu erwarten sind und ob die Lehrkräfte einheitlich verfahren. Deswegen haben wir in den Konferenzen auch pädagogische und erzieherische Maßnahmen festgehalten, die bei Regelverletzungen angewandt werden sollen.
Die Spannweite der Maßnahmen reicht von der Ermahnung bis zur Klassenkonferenz, wobei hier auch noch zwischen dem Einsatz von Erziehungsmitteln und der Verhängung von Ordnungsmaßnahmen zu unterscheiden ist. Jede Lehrkraft ist verpflichtet, den Schweregrad bei den Regelverstößen zu berücksichtigen und die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme zu beachten (insbesondere beim Ausschluss eines Schülers aus der laufenden Unterrichtsstunde).
